Nachdem es hier unterschiedliche Aussagen u.a. von der Stadt Luckau bei der Ortsvorstehersitzung am 31.08.2026 gab, die nicht mit der Realität übereinstimmten, habe ich die Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Wildau angeschrieben und mehrere Fragen zum Ausbau gestellt. Hier nun die Antwort, die mit der deutschen Telekom abgestimmt ist.
In 2 Punkten bin ich mit der Antwort aber nicht zufrieden:
- Es kann nicht sein, dann man durch die Firma heute angesprochen wird, und morgen soll dann gebaut werden.
- Es ist nicht akzeptabel, dass das Glasfaser nur 30cm in der Erde liegen soll. Ein Spatenblatt ist 25 cm lang. Zweimal zustechen, und das Kabel ist futsch!
Hier nun die Antworten auf meine Fragen zum Glasfaserausbau in Gießmannsdorf:
»Die Ausbaupartner für die jeweiligen Gebiete wurden bereits Anfang 2025 im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung durch die Telekom/GlasfaserPlus vertraglich gebunden. Für Gießmannsdorf wurde die Firma QuickCity aus Bernau bei Berlin beauftragt. Ein Nachauftragnehmer wird nicht eingesetzt. Baustart und Baufortschritt in den einzelnen Ausbauclustern hängt von den erforderlichen Genehmigungsverfahren ab. Dabei ist nicht nur der kommunale Bearbeitungsstand maßgeblich, sondern auch der Stand bei den übergeordneten Genehmigungsbehörden.
In dem Ausbaucluster 3, zu welchem Gießmannsdorf gehört, wurde bereits im Juni 2026 mit den Arbeiten begonnen. In Gießmannsdorf wurden zunächst die Hausanschlüsse ab September gebaut, da für den öffentlichen Bereich noch nicht alle erforderlichen Zustimmungen und Genehmigungen vorliegen. Der Auftragnehmer verfügt derzeit über freie Kapazitäten. Diese nutzt die Telekom, um eine möglichst gleichmäßige Auslastung und damit die fristgerechte Fertigstellung des Gesamtprojekts zu unterstützen. Die Darstellung im Screenshot kann tatsächlich beim Bürger den falschen Eindruck erwecken, dass bereits alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen. Der Statuswechsel im Telekom-Portal erfolgt jedoch schon umgehend nach Beauftragung des Auftragnehmers.
Die Vorwahlbereiche 035439 (Schlabendorf) und 035324 (Fürstlich-Drehna) gehören zum Ausbaucluster 2. In diesen sind die Ausbauarbeiten bereits weiter fortgeschritten.
Gießmannsdorf gehört mit der Vorwahl 03544 zum Ausbaucluster 3, zusammen mit den Vorwahlbereichen 035456 und 035454, für welches QuickCity beauftragt wurde.
Die Ortsteile Zieckau, Caule und Kümmritz gehören zum Ausbaucluster 7 mit dem gesamten Vorwahlbereich 035453. Für diesen Vorwahlbereich sind die Planungen jetzt abgeschlossen und die Adressen sind buchbar. Der Bau folgt in 2027.
Das Glasfaserkabel (Speednetrohrverbände als Schutz) in der Längstrasse wird in einer Tiefe von 30 bis 60 cm verlegt. Grundlage hierfür ist das Zustimmungsverfahren nach § 127 TKG. Die Inbetriebnahme des Netzes ist für Mitte 2027 geplant.
Alle Grundstückseigentümer werden mehrfach kontaktiert, Voraussetzung ist die Beauftragung eines Glasfaseranschlusses. Die Kontaktaufnahme erfolgt zunächst durch QuickCity und anschließend auch durch die Deutsche Telekom. Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel telefonisch und per E-Mail, außerdem im Zuge des Bauablaufs durch eine direkte Ansprache vor Ort. Wer jetzt nicht erreicht oder angetroffen wurde, wird nochmal kontaktiert. Ziel ist der Gesamtabschluss bis Mitte 2028.«
Weiterführende Infos zur Planung des Breitbandausbaus gibt es im ersten und zweiten Artikel auf dieser Seite.



